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Du bist mein Land,
ich deine Flut,
die sehnend dich ummeeret;
du bist der Strand,
dazu mein Blut
ohn´ Ende wiederkehret.
An dich geschmiegt,
mein Spiegel wiegt
das Licht der tausend Sterne;
und leist rollt
dein Muschelgold
in meine Meeresgrundferne.
(Christian Morgenstern)
Kleine Blumen, kleine Blätter
Streuen mir mit leichter Hand
Gute junge Frühlingsgötter
Tändelnd auf ein luftig Band.
Zephir, nimm's auf deine Flügel,
Schling´s um meiner Liebsten Kleid!
Und so tritt sie vor den Spiegel
All in ihrer Munterkeit.
Sieht mit Rosen sich umgeben,
Selbst wie eine Rose jung:
Einen Blick, geliebtes Leben!
Und ich bin belohnt genug.
Fühle, was dies Herz empfindet,
Reiche frei mir deine Hand,
Und das Band, das uns verbindet,
Sei kein schwaches Rosenband!
(Johann Wolfgang Goethe)
Gestorben war ich
Vor Liebeswonne;
Begraben lag ich
In ihren Armen;
Erweckt ward ich
Von ihren Küssen;
Den Himmel sah ich
In ihren Augen.
(Ludwig Uhland)
Unendlich gelassen,
die Augen geschlossen,
nichts missend, nichts suchend,
saugt der Atem sie auf
wie den Geruch des Meeres
und ich versinke
und finde was ich nie gesucht habe:
das Zuhause meiner Seele